Spuren

 

Bernhard Mauritius

1532 – 1574

Pastor in Eckernförde 1554-1574 

Clara von Sehestedt, nach der die Frau Klara- Str. in Eckernförde ihren Namen hat, schenkte der Eckernförder Nikolai-Kirche u. a. einen vergoldeten Kelch. Dieser gehörte zum Altar der 1000 Jungfrauen. Für diesen Kelch bedankte sich der Pastor Mauritius mit diesem Brief:

Der Text lautet:

Anno Domini 1665 Dominica Trinitatis hefft de 
Erbar und veldogetsame Vor Clara Seestede Zeligen 
Tonnies Sesteden nagelatene Widtwe unser kerken Eckerenforde  thom altare , In de Ehre godes, eynen 
vergulden Kelch gegeven, up welcher ge
graven steit, Hic calix est altaris XI millium virg. 
Noch hefft de Erbar frowe gegeven Anno 71 
eyne schone Tafel upn Altar gekoft von dem 
Herrn Vicarium tho Sleswich . To deme dat 
herlyke Capitel baven den Predigstoel. Solcher 
wert de Leve Godt belonen.         B. Mauritii

Quelle : Karl-Friedrich Schinkel – Eckernförde: ein Spaziergang durch die Stadtgeschichte 2001

Bernhard Mauritiuis wurde 1532 in Minden als Sohn eines Rats- und Kastenherren geboren. 1558 heiratete er die Tochter Margarethe des Schleswiger Stadtschreibers Johann Boysen. Sein Sohn Johannes wurde Propst in Tondern, seine Tochter  Drude heiratete den Pastor Otto Richardi von St. Johannes auf Föhr.

Er war Pastor von 1554 bis 1574 in Eckernförde und starb am 6. Dezember 1574


22.04.2002