Spuren

Ingge Rauwertsen

1541 - 1620

 

Ingge Rouwertsen war die Ehefrau des Schmackschiffers Rörd Arfsten (auch Rouwert Arvesten) in Midlum, der auch Ratmann war. Rörd gehörte zu den Stiftern der Kanzel in der Nieblumer Kireche. Diese Kanzel ist ein bedeutendes Werk aus der Werkstatt des Ringeling, Flensburg. Sie ist datiert 1618, also zwei Jahre vor Ingges Tod. Von den Nachkommen dieses Ehepaares sollen hier nur einige erwähnt werden: einer der Söhne war Ocke Rörden, der sich auch Otto Richardi nannte. Er wurde von 1597 bis 1600 Prediger zu St. Nicolai in Boldixum, danach Hauptpastor zu St.Johannis, wo er bereits 1603 im Alter von 35 Jahren starb. Ein anderer Sohn war Nickels Rörden (auch Rauerts), der von 1635 bis 1655 Landvogt auf Osterlandföhr war. Dessen Sohn Eschel Nickeisen hatte dieses Amt von 1672 bis 1678 inne. Gleich nach ihm folgte wieder ein Sohn dem Vater: Rauert Eschels, der 1678 bis 1698 Osterlandföhrer Landvogt war. So war nun die Ingge Rouwertsen die Stamm-Mutter einer ganzen Reihe von bekannten Föhrer Persönlichkeiten.

Ihr Grabstein auf dem Friedhof St. Johannis ist aus bläulichem Kalkstein.

Die Inschrift lautet:

Ao.  1620  DEN 1  AUGUSTI
IS DE ERBARE UND DOGET
SAME FRAUWE INGGE ROV
WERTSEN SALIG IM HER
REN ENTSLAPEN ERES
OLDERS 79 JAHR DER SE
LE GODT GNADE

 

Catharina, die Tochter des Otto Richardi heiratete Lorenz Jacobsen, der Nachfolger ihres Vaters als Pastor von St. Johannis wurde. (siehe dort.)

Quelle:
Walter Lüden, - Redende Steine - Grabsteine auf der Insel Föhr
Koops, Heinrich, Kirchengeschichte der Insel Föhr

01.05.2003